17. August, 2002 - Ringfest - Köln, Deutschland![]() Es war ein perfekter Tag für eine Open Air Show. Obgleich für meinen Geschmack der Tag vielleicht etwas zu heiss war, schien das sonst niemanden zu stören. Klarer Himmel und strahlende Sonne sorgten für gute Laune bereits am Vormittag und verstärkten nur die Vorfreude auf den kommenden Abend. Gegen Nachmittag heftete ich mich an die Fersen der MANOWAR-Crew und wir alle wurden vom Hilton-Hotel aus mit einem Van in den abgesperrten Bereich hinter der VIVA-Bühne transportiert, auf der um 21:00Uhr der Auftritt von MANOWAR stattfinden sollte. Die Band blieb derzeit noch im Hotel und sollte erst kurz vor dem eigentlichen Auftritt nachkommen. Vor Ort angekommen fing ich an mir die Zeit zunächst damit zu vertreiben die faszinierende Welt hinter den Kulissen des Show-Business zu bewundern.
Das ganze dauerte ca. 37,3 Sekunden, nach dieser Zeitspanne habe ich bereits alle Laster mit
diversem Musikequipment, die blauen Säcke für den Abfall, die Zelte für die Bands, und die farbenfrohen Dixi Klos
(ohne Wasserhahn und Seife) begutachtet und was ich sah reichte mir auch fürs erste. Danach vertrieb ich mir mehr oder
weniger die Zeit, indem ich diversen stattfindenden Interviews zugeschaut habe (besonders zu erwähnen ist, dass unter
anderem Theo und Marjo Verdooren - Direktoren der World Wide Web Warriors - sowie Dawk, das musikalische Genie im Bezug auf
Soundtechnik und verschollenes 5. MANOWAR-Mitglied - von VIVA interviewt wurden), Bierflaschen mit den Zähnen aufriss und
mir dabei beinahe die Zunge und den Zeigefinger der linken Hand amputierte (that's the way True Metal People drink their
fucking beer ;) und mich stark darauf konzentrierte NICHT auf den Busen von Marta, der Sängerin der Band Die Happy,
zu starren (und wenn ich kein Mann wäre, wäre es mir warscheinlich auch gelungen).
Nun denn, nachdem Die Happy von der Bühne gingen, war es beinahe so weit. Bereits kurz vor und während ihres Auftritts waren fleissige Crew-Mitglieder von MANOWAR damit beschäftigt die Anlage von MANOWAR aus dem riesigen Laster zu befördern und auf der Bühne aufzubauen und anzuschliessen. Sie sorgten dabei für ein wenig Aufregung, da MANOWAR alleine mehr Boxen hatten als alle Bands zusammen, die vor ihnen auftraten ;). Ich brauche auch vermutlich nicht zu erwähnen, dass ein Grossteil von ihnen in dem Laster bleiben musste, weil die komplette Anlage nie im Leben auf die Bühne gepasst hätte ;). Kurz nach 21.00Uhr war es dann endlich so weit. Unter lauten Rufen "VIVA SUCKS! VIVA SUCKS!" die den Kehlen fast aller der 27.000 vor der Bühne versammelten Fans entsprangen, wurden MANOWAR angekündigt und stürmten einen Herzschlag später auf die Bühne.
Mit atemberaubender Kraft und Energie eröffneten sie das Konzert mit dem Klassiker "Manowar" und es dauerte keine
30 Sekunden, dass es die ersten Opfer in den vorderen Reihen gab. MANOWAR vereinnahmten die Bühne komplett und zogen jeden
in den Bann mit ihrer einmaligen Performance; Frauen zusammen mit Männern, die gross wie Baumstämme waren, fielen in den
ersten Reihen um und mussten rausgetragen werden, von den Eindrücken erschüttert. Die Menge tobte, die Erde bebte, die
Lautsprecher dröhnten mit unermesslicher Kraft, die ganze Gegend um die Bühne herum war elektrisch! Ich kann mich nicht an
alle einzelnen Lieder erinnern die gespielt wurden, ich war selbst wie in einer Art Rausch. Ich erinnere mich nur noch daran,
dass MANOWAR "Warriors Of The World United" spielten, "Herz Aus Stahl" und Joey DeMaio zwischendurch mal wieder bewiesen hat,
dass er immer noch unschlagbar mit seinem Bass ist, indem er ein mehrminütiges Bass-Solo hingezaubert hat. Als Zugabe gab es
"Black Wind, Fire and Steel", zuvor aber eine Ansprache von Joey, die das Publikum gegen Ende des Konzertes dermassen
aufgeheizt hat, dass ich dachte, sie würden jede Sekunde die Bühne stürmen, wenn MANOWAR nicht mindestens noch 1-2 Stunden
spielen würden. Die 45 Minuten und die Zugabe verbrachte ich wie in einer Art Trance, es war alles viel zu schnell vorbei!!!
Was mich allerdings tröstet ist, dass die Kings sehr bald nach Deutschland kommen werden um unser Land wieder aufzumischen,
und ich freue mich schon auf die Feste, die sie uns mit ihren Konzerten bescheren werden! Ich hoffe ihr werdet auch dabei
sein, stay metal! Hail and Kill!
Marcus Offizieller Deutscher Manowar Webmaster www.metalkings.de ![]() ![]() 16:00 Uhr: Die Kölner Ringe: 30 Grad im Schatten - 1 Million Menschen auf 3 Kilometer Festmeile verteilt, überall Bühnen und Lautsprecher, Händler und Getränkestände, Freßbuden und Ramschläden, Kinderwagen und Girlies die sich seit 9 Uhr morgens die Lunge aus dem Leib kreischen, bierbäuchige Polizisten, PopKomm Schickeria und Teenie Touristen mit orangenfarbenen Plastik Girlanden um die Hälse. Alles schwitzt, säuft oder fällt den Sanitätern in die Hände weil die Sonne erbarmungslos niederknallt und die ganze Stadt schon seit Tagen aufgeheizt ist. Und über dem ganzen liegt eine wabernde Wolke aus gräßlichster Pop-Musik und dumpfen Computerbässen. Zwischen drin die ganz normalen Kölner (die immer irgendeinen Karneval) feiern und vereinzelte Metaller. 18:00 Uhr HBF Köln: Hordenweise fallen Metaller in die Stadt ein. Kutten, T-Shirts, Fahnen !
Metalkids die saufen und gröhlen, Metalheadz die sich seit Jahren kennen und freudig begrüssen, Battle Hymn T-Shirts, Sign of the Hammer Backpatches, Triumph of Steel Aufnäher, Stiefel, Nieten, Ketten, Leder, lange Haare. Hunderte kommen mit Zügen und S-Bahnen am Fuss des Domes an. So langsam merkt die Stadt das dieses Ringfest ein außergewöhnliches wird.
20:30 Uhr VIVA/VIVA + Bühne Dort wo am Tage noch Teenies irgendwelchen Pseudo-Musikern zu Füssen lagen stehen nun Tausende von Metallern und Tausende von neugierigen Posern dicht aneinandergekeilt. Auf der Bühne wird noch umgebaut, die Sonne knallt immer noch, der Bierkonsum steigt und das Fieber auch. Es werden mehr Polizeikräfte zusammengezogen und die Sanis bereiten sich schon auf Akkordarbeit vor. 21:00 Uhr: Die Klänge von Miklos Rozsa aus dem Sountrack zu Ben Hur erschallen und dann die Worte auf die einige von uns sehnsüchtig seit vier Jahren gewartet haben: "Ladies and Gentlemen; from the united states of America: All Hail MANOWAR !" Dann stehen plötzlich vier Metal Kings auf der Bühne, brettern in höllischer Lautstärke mit "Manowar" los und schon nach wenigen Sekunden wissen die Unwissenden nicht mehr wo ihnen der Schädel steht. 21:25 Uhr: MANOWAR spielen "Warriors of the World" und tausende Kiddies sind froh und fühlen sich dazugehörig. 21:56 Uhr: Die letzen Takte von "Lament of the kings" dröhnen aus den Boxen, das Konzert ist vorrüber.Erschöpft aber glücklich schauen sich heisere Metaller an und wissen ganz genau welche Sternstunde sie gerade miterleben durften.
Die Songauswahl war perfekt (MANOWAR, KINGS OF METAL, WARRIORS OF THE WORLD, HERZ AUS STAHL, KILL WITH POWER, HOUSE OF DEATH, STING OF THE BUMBLEBEE, BLACKWIND FIRE & STEEL) , Joey's Ansagen waren höchst amüsant und die Lautstärke hat locker 115 Dezibel überschritten (Erlaubt hatte die Stadt Köln übrigens nur 95 Dezibel). Das war Heavy Metal pur: unbändig wild, knallhart und kompromisslos laut.
Ein Konzert für die Fans, eine Lehrstunde für Neueinsteiger und Kids, eine Lektion für Kritiker und ein Schlag in die Fressen all der Nörgler und Miesmacher. 23:30 Uhr: Der Kölner "Express" erscheint und schreibt: "Eine Gruppe war aber nicht zu toppen: MANOWAR auf der Viva Plus Bühne. Die vier New Yorker bliesen ihren Fans so richtig die Ohren durch und machten ihrem Ruf als lauteste Band der Welt alle Ehre." und (neben einem Foto von Joey) "Die Rocker von MANOWAR begeisterten das Kölner Publikum mit Gitarren-Soli." VAMPYR, Germany. |
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